In Anlehnung an das Hamburger Modell der Sexualtherapie verstehen wir sexuelle Schwierigkeiten nicht isoliert, sondern als Zusammenspiel körperlicher, psychischer, biografischer und partnerschaftlicher Faktoren. Sexualität ist ein vielschichtiger Bestandteil menschlichen Erlebens und kann durch persönliche Erfahrungen, Beziehungsmuster, körperliche Voraussetzungen sowie gesellschaftliche Einflüsse geprägt sein.
Sexualtherapie kann bei unterschiedlichen Anliegen hilfreich sein, zum Beispiel bei sexuellen Funktionsstörungen, Lustlosigkeit, Unsicherheiten im Umgang mit Nähe und Intimität, belastenden Dynamiken in der Paarsexualität sowie bei Fragen oder Konflikten im Zusammenhang mit sexueller Orientierung, Identität, Begehren oder sexuellen Vorlieben.
Wir bieten Sexualtherapie sowohl im Einzelsetting als auch im Rahmen paartherapeutischer Sitzungen an. Ziel ist es, sexuelle Themen in einem geschützten Rahmen besprechbar zu machen, ein vertieftes Verständnis für die eigene Sexualität oder die Paarsexualität zu entwickeln und neue Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Nähe, Intimität und Begehren zu erarbeiten.
Die Abrechnung erfolgt als Selbstzahlerleistung.
Im Rahmen der Behandlung fallen folgende Gebühren gemäß Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) an:
Einzelsitzungen (GOÄ-Ziffer 870) pro Sitzung = 153,00 €
Biografische Anamnese (GOÄ-Ziffer 860) 1x = 187,69€
Psychologische Tests (GOÄ-Ziffer 857) 3x zu je 12,17€ = 36,51€
Sexualtherapie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Ob Ihre private Krankenkasse die Kosten gegebenenfalls übernimmt, klären Sie bitte im Vorfeld.
Unser therapeutisches Verständnis
Unsere therapeutische Haltung ist offen, wertfrei, ressourcenorientiert und wissenschaftlich fundiert. Es geht nicht darum, Sexualität zu bewerten, zu normieren oder eine „richtige“ Sexualität vorzugeben. Vielmehr unterstützen wir Sie dabei, individuelle Bedürfnisse, Grenzen, Wünsche und Konflikte besser zu verstehen und einen selbstbestimmten, verantwortungsvollen und stimmigen Umgang mit Sexualität zu entwickeln.
Da Sexualität häufig mit Scham, Unsicherheit oder Sprachlosigkeit verbunden ist, achten wir besonders auf einen behutsamen Einstieg, ein angemessenes Tempo und einen sicheren therapeutischen Rahmen.
Unterschiedliche Formen von Sexualität, Begehren, Intimität und Beziehungsgestaltung werden respektiert, sofern sie auf Freiwilligkeit, Einvernehmlichkeit und gegenseitiger Achtung beruhen.


